Sé Patriarcal, Largo da Sé, Lissabon

Nach der Vertreibung der Mauren, die an dieser Stelle eine Moschee errichtet hatten, bauten die Portugiesen 1147 hier eine Kirche. Die Sé Patriarcal gilt als älteste und gleichzeitig als Hauptkirche der Stadt Lissabon.

Hier befinden sich die sterblichen Überreste Königs Alfonso IV (1291-1357), seiner Frau und eines Getreuen, der an der Ermordung der Ines del Castro (1320-1355), Schwiegertochter Alfonsos, deren dramatisches Schicksal Stoff für zahlreiche Novellen und Opern geliefert hat, beteiligt gewesen sein soll.

Bei den Erdbeben von 1344 und 1744 wurden große Teile der Kirche zerstört. Die wieder aufgebaute und renovierte Kathedrale zeigt sich heute mit einer romanischen Westfassade und vorwiegend romanischem Innenraum. Das Chorgestühl ist jedoch gotisch, die Deckenbemalung und die Orgel stammen aus dem Barock.

Zu den Schätzen der Kirche gehören die Sarkophage, der Reliquienschrein, den Sie in einer der seitlichen Kappellen finden und das Taufbecken des Heiligen Antonius aus dem 12. Jahrhundert.

Der Durchgang zum aus dem 14. Jahrhundert stammenden Kloster, führt über einen Kreuzgang in den Garten, wo zur Zeit noch Ausgrabungsarbeiten stattfinden.

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