Stadtteil Baixa, am Ende der Via Augusta, Lissabon

Der große Platz im Zentrum der portugiesischen Hauptstadt heißt heute eigentlich Praça de Dom Pedro IV. Auf dem Rossio fanden im 15. und 16. Jahrhundert Verurteilungen, Autodafés und Verbrennungen der Inquisition statt. Später gab es hier Stierkämpfe, Militärparaden, aber auch Festivals und viele andere kulturelle oder politische Veranstaltungen. Im 19. Jahrhundert wurde der Platz schließlich mit den typischen, schwarz- weißen Mosaiken verziert.

Heute ist dieser Platz im Herzen Lissabons ein beliebter Treffpunkt mit Cafés, Restaurants und Geschäften. Die prächtigen Gebäude stammen aus der Zeit des Mârques de Pombal, der den Wiederaufbau nach dem Erbeben von 1755 leitete. Inmitten des Rossio erhebt sich die Statue König Dom Pedro IV, der Brasiliens Unabhängigkeit von Portugal proklamierte und erster König des neuen Staates in Übersee wurde.

Zu den wichtigen Gebäuden, die sich am Rossio erheben, zählt das 1842 errichtete Teatro Nacional Doma Maria II, das den 1836 abgebrannten Palacio das Estaús ersetzte. Der Palast war Sitz und Zentrum der portugiesischen Inquisition. Das neoklassizistische Theater wurde von dem italienischen Architekten Fortunado Lodi entworfen und ziert noch heute die Nordseite des Rossio.

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