Die Plaza de Mayo befindet sich mitten im Stadtkern Buenos Aires. Der Platz ist stärker als jedes andere Monument mit der politischen Geschichte Argentiniens verbunden. Seit 1810 haben alle wichtigen kulturellen oder politischen Ereignisse der Stadt in der einen oder anderen Form einen Bezug zur Plaza de Mayo.

Bei der Stadtgründung 1580 von Juan de Garay errichtet, wurde der Platz 1880 von Juan Buschiazzo umgebaut. Seine aktuelle Form verdanken wir den Entwürfen des Franzosen Carlos Thays. Um die Plaza herum finden sich zahlreiche interessante Gebäude verschiedener Epochen. Aus der Kolonialzeit des 18. und 19. Jahrhunderts stammen die Kathedrale, die Piramide de Mayo sowie das ehemalige Rathaus El Cabildo. Die zwei Regierungsgebäude Casa de Gobierno und die Municipalidad stammen aus dem späten 19. bzw. frühen 20. Jahrhundert.

Die Plaza ist auch Geburtsstätte politischer Bewegungen wie die des Peronismus oder der Eva Perón. Traurige Berühmtheit erlangte der Platz während der Militärdiktatur Argentiniens durch die Mütter der Plaza de Mayo. Nach dem Staatsstreich der Militärs und der Absetzung der demokratischen Präsidentin Isabel Martinez de Peron 1976 protestierten die Mütter zahlreicher Verschwundener und Verschleppter jeden Donnerstag vor dem Präsidentenpalast, bis Argentinien 1983 zur Demokratie zurückkehrte.

Die Pirámide de Mayo wurde 1856 auf dem Mai-Platz errichtet. Dabei wurde das Monument nach den Plänen Prilidiano Pueyrredóns auf dem Fundament eines bereits vorhandenen Denkmals von 1811 gebaut.

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