Parvis Sainte-Gudule, Brüssel
Metro: Gare Centrale, St. Michel et Gudule

Die Cathédrale Saint Michel et Gudule ist die wichtigste Kirche der belgischen Hauptstadt, in der auch die Gottesdienste zu Hochzeiten oder Taufen der königlichen Familie begangen werden.

Schon im 8. Jahrhundert, zu Zeiten der karolingischen Könige, befand sich an dieser Stelle eine dem Erzengel Michael geweihte Kirche. Seit dem 11. Jahrhundert befinden sich hier auch die sterblichen Überreste der Heiligen Gundula.

Zwischen dem 13. und 16. Jahrhundert im gotischen Stil erbaut, birgt dieses eindrucksvolle Gotteshaus zahlreiche Kunstwerke. Die von Henri François Verbruggen 1669 geschnitzte Kanzel stellt in beeindruckender Weise die Vertreibung Adams und Evas aus dem Paradies dar. Die Skulpturen der Apostel an den Säulen des Hauptschiffs stammen aus dem 17. Jahrhundert und wurden von Luc Fay D’Herbe und Jérôme Duquesnoy geschaffen.

Die 16 Chorfenster werden von faszinierenden Gemälden aus dem 16. Jahrhundert geziert. Die Buntglasfenster werfen nicht nur ein besonderes Licht in den Innenraum sondern zählen auch zu den schönsten Kunstwerken der Kirche. Ein optischer und gleichzeitig akustischer Höhepunkt ist die Schwalbennestorgel des deutschen Orgelbauers Gerhard Grenzing, die im Jahr 2000 feierlich eingeweiht wurde.

In der Sakramentskappelle, der Chapelle du Saint Sacrament, wird der Schatz der Kirche aufbewahrt: Eine Hostie, die hier 1370 auf wundersame Weise anfing zu bluten. Die Kirche wurde 1962 zur Kathedrale und zum Sitz des Erzbischofs ernannt.

Website Kathedrale St. Michel

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