Rickmer Rickmers und Cap San Diego

Gleich zwei Museumsschiffe liegen im Hamburger Hafen und laden die Besucher zu einem Besuch an Deck ein.
Die Cap San Diego ist ein Stückgutfrachter, der noch bis 1988 nach Südamerika fuhr und heute einen festen Liegeplatz an der Überseebrücke hat. Unter den historischen Museumsschiffen gilt die Cap San Diego als das größte, noch fahrtüchtige Museumsschiff der Welt. Liebevoll kümmern sich pensionierte Seeleute ehrenamtlich um die Erhaltung des eleganten Frachters, der aus dem Bild des Hafens und der Landungsbrücken nicht mehr wegzudenken ist.

Ein Museumsschiff ganz anderer Art ist die Rickmer Rickmers am Fiete-Schmidt Anleger, in der Nähe der Landungsbrücken. Die Dreimastbark feierte bereits 1996 ihren 100. Geburtstag. Seit 1983 liegt sie als eines der Wahrzeichen Hamburgs hier im Hafen vor Anker. Die Windjammer wurde 1896 in Bremerhaven als Vollschiff gebaut und segelte mit Smutje und Donkeyman, mit Voll- und Leichtmatrosen, bis nach Hongkong. Sie wurde zur Bark umgetakelt, überstand Taifune und Kriege und wurde von den Portugiesen beschlagnahmt. Im Laufe ihrer vielen Reisen transportierte die Rickmer Rickmers Reis und Bambus, diente als Schulschiff und gewann 1958 sogar eine Regatta. 1962 wurde sie unter dem Namen Santo Andre stillgelegt und lag nutzlos auf der Marinewerft. Schließlich konnte sie 1983 nach Hamburg geschleppt werden und ist seitdem als beeindruckendes Denkmal der Seefahrt zu besichtigen.

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