Place du Parvis de Notre Dame, Paris

Mit den beiden fast 70 m hohen Türmen und den Wasser speienden Drachen (Droleries) der Fassade wirkt die gotische Kathedrale auf dramatische Weise beeindruckend. Schon Victor Hugo hat sich von „Unserer Lieben Dame" zu seiner traurig-schönen Geschichte des "Glöckner von Notre Dame" inspirieren lassen. Obwohl die berühmten Grotesken der Galerie des Chimères wahrscheinlich den Beschreibungen seines Buches nachgebildet worden sind.

Im Innenraum des 130m langen und 48 m breiten Kirchenschiffs finden bis zu 10.000 Menschen Platz. Durch die mit farbigen Mosaiken gestalteten Fenster fällt Licht in den 35 m hohen Raum. 1804 krönte sich übrigens Napoleon Bonaparte hier selbst zum Kaiser.

Die 1345 fertig gestellte Kirche stand schon mehrfach kurz vor der völligen Zerstörung. Erst ersetzte man im frühen 18. Jahrhundert die kunstvollen Buntglasfenster gegen weiße Glasfenster, überstrich das Innere weiß und begann einen Großteil der Figuren zu entfernen. Während der Französischen Revolution wurde sie von den Aufständischen erstürmt und ihre Innenausstattung fast vollständig zerstört. Alle metallischen Gegenstände wurden eingeschmolzen und nach ihrer Entweihung wurde Notre Dame zur Kirche der Vernunft ernannt. Zwar wurde sie unter Napoleon I. wieder teilweise zugelassen, doch das rettete sie nicht vor dem weiteren Verfall und auch eine Sprengung durch die deutschen Besatzer im 2. Weltkrieg konnte verhindert werden.

Von der Ile de la Cité aus ist es nicht weit zu den berühmtesten Museen in Paris. Ganz in der Nähe befinden sich z.B. das Louvre, das Musée d’Orsay und die neue Bibliothèque Nationale de France.


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