Nizamuddin, zwischen Mahatma Gandhi Marg und Mathura Rd, New Delhi

Nizamuddin, das heutige Viertel Old Delhis, in dem sich das Grabmal des Humayum befindet, war im Mittelalter ein muslimisches Zentrum, außerhalb der heutigen Stadt.

Das Mausoleum des Nasir ud din Muhammad Humayum ist eine parkähnliche Anlage deren Bauweise typisch für die indisch-arabische Architektur der Mogulzeit wurde. Humayun galt als sehr milder und gutmütiger Herrscher. Er starb nach einem Sturz von der Treppe seiner Bücherei, auf der er sich zum Gebet niederknien wollte.
Die aus Persien stammende Art der Gartenplanung, Chahr Bagh, war damals noch neu und sehr aufwendig. Im Fall des Humayum Mausoleums brauchte man acht Jahre bis zur Fertigstellung der Anlage. Ebenfalls im Persischen Stil ist übrigens die Gartenanlage des Taj Mahal entworfen worden.

Viele andere Mogule ließen sich später ebenfalls in diesem wunderschönen Park mit bunten Blumenbeeten und kleinen Wassergräben beisetzen. Im ersten Unabhängigkeitskrieg diente das Grabmal Bahadur Shah Zafar und seinen Söhnen sogar als Zufluchtstätte vor den Briten. 1857 wurde er dort jedoch gefangen genommen.

Im Jahr 2003 wurde der gesamte Komplex dank einer Spende des Agha Khan Kulturfonds komplett restauriert.

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