Raj Path, New Delhi

Die Residenz des Präsidenten, Rashtrapati Bhavan, wurde 1931 von den Briten eingeweiht und war ursprünglich Sitz des Vizekönigs. Später behielten die Generalgouverneure und die Präsidenten der neuen Republik Indiens diese Funktion des herrschaftlichen Baus bei.

Entworfen wurde der Gebäudekomplex von den britischen Architekten Edwin Landseer Lutyens und Herbert Baker. Teils allein, teils in Zusammenarbeit mit Baker ist vor allem Lutyens für die meisten Gebäude des damals entstandenen Regierungsviertels Neu Delhis verantwortlich. Die Bauzeit dieses herrschaftlichen Prunkbaus betrug ca. 17 Jahre.

Der Rashtrapati Bahavan wurde im klassisch europäischen Stil gebaut, enthält aber auch zahlreiche Elemente indischer Architektur. Neben den Kuppeln im Mogul-Stil und baulichen Verzierungen wie den Chatris, finden sich auch überall kleine Wasserbassins, Brunnen oder kleine Wasserkanäle, die vom Yamuna Fluss gespeist werden.

Das Hauptgebäude besteht aus einem Gästeflügel und einem Flügel für die Gemächer des Vizekönigs, bzw. Präsidenten. Interessanterweise hat seit dem ersten Generalgouverneur, Rajagopalachari, kein Regent Indiens in den Ashoka rooms, den kaiserlichen Gemächern, gewohnt. Rajagopalachari lehnte bei Amtsantritt die prunkvollen Räume als zu luxuriös für seine bescheidenen Ansprüche ab und bezog stattdessen das Gästehaus. Alle ihm nachfolgenden Amtsinhaber taten es ihm gleich.

 

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