Old Delhi

Das Rote Fort, auch Lal Qila oder Lal Qil’ah genannt, wurde zwischen 1638 und 1648 nach dem Vorbild des roten Forts in Agra errichtet. Erbauer war Shah Jahan (1628-1658), der Delhi zu seiner neuen Hauptstadt Shahajahanabad machen wollte. Shah Jahan war auch der Erbauer des Taj Mahal.

Die 2,5 km langen und zwischen 16 und 33 m hohen Mauern des Forts sind aus rotem Sandstein. Die Befestigungsanlage mit Burggraben gilt als eines der Prachtwerke indisch-arabischer Baukunst.

Während heutige Besucher des Roten Forts meist durch leere Räume der Anlage spazieren, stand hier zur Zeit der Mogule unter anderem der berühmte Pfauenthron, den später die Perser raubten und auf dem noch Schah Reza Pahlevi Platz genommen hatte.

Die Terrassen waren mit Schatten spendenden Seidenstoffen überdacht, die Wände und Decken mit Edelsteinen und Juwelen geschmückt und es gab zahlreiche kühlende Brunnen und Wasserbecken.

Überhaupt spielte Wasser in der Mogul-Architektur eine wichtige Rolle. Der Nahr-i-Behisht, der Paradiesstrom, sollte durch die einzelnen Pavillons der Anlage strömen. Gespeist wird das Wasser im Roten Fort  vom Yamuna Fluss.

Im Laufe der Jahrhunderte sind viele kriegerische Heere über dieses einst leuchtende Beispiel der Pracht des Orients hinweg gezogen. Zunächst Perser, später auch Briten und Afghanen, plünderten das zauberhafte Paradies auf Erden ein ums andere Mal. Neben dem Pfauenthron verschwand so auch der berühmte Riesendiamant Koh-i-noor, der später in den britischen Kronjuwelen wieder auftauchte. 1903 begannen die Briten mit einem Programm zur Restaurierung des zu über dreiviertel zerstörten Forts.

Das Lahore-Tor ist eine der beiden Haupteingangspforten des Roten Forts. Von hier aus gelangt man in den Chatta Chowk, einen Basar aus kleinen Gassen.

 

Reiseführer Delhi | Sehenswürdigkeiten Delhi 

 

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.