Prinzipien der Ruhe, der Reinheit, der Harmonie und des Respekts prägen die zeremonielle Zubereitungsweise des Tees. Buddhistische Äbte und Shogune schrieben schon im 13. Jahrhundert erste Regeln für die Auswahl der zu benutzenden Materialien und legten die genaue Reihenfolge der Schritte der Teezubereitung fest.

Zu den einzelnen Schritten gehören beispielsweise eine rituelle Reinigung vor dem Beginn der Zeremonie, das Anwärmen des Teegeschirrs, das Herumreichen und Anschauen der Teeblätter, das „Waschen" des Tees, das Aufbrühen und natürlich das Trinken. Dabei ist jede einzelne Handbewegung wichtig und soll neben Respekt auch Gastfreundschaft und Harmonie ausdrücken.

Im Laufe der Jahrhunderte entwickelten sich verschieden Schulen. Die heute meist verbreitete Schule ist die Senke-Schule, die die Wabi-Tradition vertritt. Bei dieser egalitären Form der rituellen Zubereitung des Tees, werden nicht wie in der klassischen Schule des Sen no Soeki die Standesunterschiede unterstrichen, sondern sie werden sogar aufgehoben. Im Teehaus sind alle Teilnehmer gleich und lassen den Alltag „vor der Tür".

Die Bezeichnung Tee-Zeremonie wird von einigen Meistern dieser Kunst abgelehnt. Sie betrachten das rituelle Zubereiten als eine Lebensform, einen Weg des Tees, als Zen.

Interessiert Sie der Weg des Tees? Mehr darüber können Sie zum Beispiel unter Teezeremonie finden.

Reiseführer Tokio | Japanische Kultur Tokio

 

 

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.