Die Kunst des Blumensteckens, Ikebana, ist eine Form des in Einklangbringens von Mensch und Umwelt. Die Anordnung der Gestecke wird sowohl durch äußere Faktoren wie z.B. die wechselnden Jahreszeiten, als auch durch subjektive Empfindungen und Gefühle beeinflusst. Die meditative Form des Ikebana heißt Kado, Weg der Blume.

Den Ursprung des Ikebana vermutet man in den Blumenopfern des Buddhismus und Schintoismus des 6. Jahrhunderts. Schon vor dem 11. Jahrhundert wurden japanische Adelige und Samurai in der Kunst des Blumensteckens unterrichtet. Seit etwa dem 17. Jahrhundert verbreitete sich das Erlernen des Ikebana auch in bürgerlichen Kreisen.

Formen und Linien (shin, soe und tai) sind bei der japanischen Kunst des Blumenarragierens von besonderer symbolischer Bedeutung. Jedes Gesteck trägt daher eine eigene Aussage in sich.

Je nach Anzahl der verwendeten Materialien, der Anzahl der Linien und dem Zweck des Arrangements, gibt es verschiedene Gestaltungsformen wie Rikka, Chabana, Nageirebana oder Moribana. Die Gestaltungsregeln sind zwar unterschiedlich aber in jedem Fall sehr formell und lassen mehr oder weniger Spielraum für kreative Neuschöpfungen.

Falls Sie mehr über die Kunst des Blumensteckens erfahren wollen, finden Sie Interessantes zu diesem Thema unter Ikebana.

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