Harumi-Dori, 4-12-15, Ginza, Chuo, Tokio

Das Kabuki bezeichnet in Japan eine traditionelle Form der darstellenden Kunst. Das Kabuki-za ist das Theatergebäude in Tokios Stadtteil Ginza.

Die bereits während der Edo-Ära entstandene Kunstform des Kabuki Theaters besteht aus den drei Komponenten Gesang, Tanz und Pantomime. Während des Tokugawa Shogunats wurde den weiblichen Darstellern unter dem Vorwurf der Unmoral verboten aufzutreten. Seitdem werden in allen Stücken auch die Frauenrollen von Männern gespielt. Durch grellbunte Schminke, Falsettstimme, dramatische Gestik und bunte Kostüme werden die verschiedenen Charaktere eines Stücks dargestellt.

Das Originalgebäude des Kabuki-za Theaters in Tokio stammte aus dem Jahr 1889 und war ein Meisterwerk traditionell japanischer Architektur. Durch Feuer, Erdbeben und Krieg immer wieder zerstört, kann man heute nur noch einen mit modernster Technik ausgestatteten, wunderschönen Nachbau des alten Theaters bewundern. Die täglich stattfindenden Aufführungen dauern meist den ganzen Tag. Man kann allerdings Karten für nur einen Akt lösen und sich mit Hilfe von Kopfhörern (in englischer Sprache) ein Bild von den für europäische Zuschauer etwas gewöhnungsbedürftigen Musik- und Tanzstücken oder der Handlung machen. Grundsätzlich dreht sich das Geschen des Stücks meist um das Leben der Samuraikämpfer.

2005 wurde das Kabuki Theater von der UNESCO als kulturelles Meisterwerk der Menschheit eingestuft.

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