Calzada Guadalupe, Mexico City

Die braune Madonna ist das Heiligtum der katholischen Gläubigen Mexikos. Die Kirche in Vila de Guadalupe hat sich mit 20 Millionen gläubigen Besuchern und Touristen pro Jahr zu einem der meistbesuchten Pilgerstätten weltweit entwickelt.

Die spanischen Missionare hatten zunächst viele Probleme mit der Christianisierung der eingeborenen Bevölkerung. Die Indios akzeptierten offiziell zwar die katholische Lehre, beteten aber weiterhin ihre eigenen Götter an.
Der Legende nach soll auf dem Berg Tepeyac, auf dem sich vorher ein Tempel der aztekischen Fruchtbarkeitsgöttin Tonantzin befunden hatte, einem auf den spanischen Namen Juan getauften Indio die Jungfrau Maria erschienen sein. Die Besonderheit dieser Marienerscheinung lag in der Hautfarbe der Mutter Gottes: Sie war braun, wie die Indios. Dem jungen Mann trug sie auf, dem Bischof auszurichten, dass eine katholische Kirche gebaut werden sollte. Zum Beweis sammelte der junge Indio die Blätter einer Rose, die sie erblühen lassen hatte in seinen Umhang und nahm sie mit. Als er den Umhang vor dem Bischof öffnete, zeigte sich auf der Innenseite das Bild der Maria. Daraufhin wurde die Kirche errichtet, und die Indios strömten nun bereitwillig in das Gotteshaus, um ihre dunkelhäutige Madonna, die Virgen de Guadalupe, anzubeten.

Die ursprüngliche Kirche der Virgen de Guadalupe drohte mit der Zeit in dem morastigen Boden zu versinken und wurde wegen Einsturzgefahr geschlossen. 1974 errichtete man nebenan einen größeren und imposanten Neubau, in dem die Gläubigen heute vollautomatisch per Förderband durch das Kirchenschiff transportiert werden. In der neuen Basilika kann man auch den historischen Umhang mit dem Bildnis der Maria bewundern. Am 12. Dezember kommen jedes Jahr Hunderte von Pilgern auf Knien und Zigtausende von Gläubigen, um die Jungfrau zu verehren und Mexiko hochleben zulassen.

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