Londres 247, Allende, Delegación Coyoacan, Mexico City

Das blaue Haus in dem Frida Kahlo bis zu ihrem Tod 1954 mit ihrem Mann Diego Rivera lebte, ist heute ein Museum. Das Wohnhaus blieb fast unverändert nachdem auch Rivera 1957 starb. Kleider, Gemälde und sogar Pinsel und Farben der Künstlerin sind hier erhalten geblieben. Allerdings ist das immer noch in königsblau gestrichene Haus eher eine Art Gedenkstätte, denn ein Museum. Es sind nur wenige ihrer berühmten Gemälde zu sehen, dafür erhält man einen interessanten Einblick in das Leben und Leiden der Frida Kahlo.

Das Haus in Coyocán bewohnte die Künstlerin von 1929 bis 1954. 1907 wurde sie bereits in diesem Stadtteil geboren. Mit Kinderlähmung und einer bei einem Unfall schwer verletzten Wirbelsäule litt sie ihr Leben lang unerträgliche Schmerzen, und lebte von einer Operation zur anderen. Sie kämpfte mit ihrer körperlichen Behinderung und bediente sich der Malerei als eine Art Therapie. In ihrem Werk tauchen immer wieder Symbole ihrer körperlichen Gebrechlichkeit auf.

Frida Kahlo war eine beeindruckende Persönlichkeit. Sie kleidetet sich fast ausschließlich in traditionellen mexikanischen Trachten und engagierte sich in den marxistischen Kreisen Mexikos.

Ihre Ehe mit Diego Rivera war reich an Konflikten und Krisen. Frida Kahlo litt unter den zahlreichen Affären ihres Mannes. Sie flüchtete sich in Alkohol und die Malerei, in der sie ihr Leid ausdrücken konnte.

Durch Rivera kam Frida Kahlo auch mit der kommunistischen Partei Mexikos in Kontakt. Frida Kahlo wird eine kurze Liebesbeziehung mit Leo Trotzki, der 1937 nach Mexiko geflohen war, nachgesagt. Nachdem Trotzki eine Weile im Haushalt Kahlo/ Rivera gelebt hatte, bezog er eine eigene Wohnung, in der er 1940 erschossen wurde.

Zu den berühmtesten Gemälden Frida Kahlos zählen sicherlich ihre Selbstbildnisse. Im Juli 1954, mit nur 47 Jahren, starb die weltbekannte Künstlerin in ihrem Wohnhaus.

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