Plaza de las Tres Culturas, Tlaltelolco, Mexico City

Der Platz der Drei Kulturen oder Platz der drei Tragödien, wie er von manchen Mexikanern auch genannt wird, ist ein eher unscheinbarer Platz am Ende des Paseo Reforma. Er war Schauplatz zahlreicher dramatischer Ereignisse, die die Geschichte Mexikos beeinflussten.

An die drei Kulturen, die dieses Land prägten und prägen erinnern die Ruinen eines aztekischen Tempels von Tlaltelolco, eine spanische Kirche im Kolonialstil und die modernen Hochhäuser.

1521 fand hier die blutigen Eroberung Tenochtilans durch Hernan Cortes statt. In Tlatelolco fiel der letzte aztekische Herrscher Cuauhtemoc den Spaniern in die Hände und wurde von ihnen umgebracht. Nachdem die spanischen Eroberer Tenochtitlan zerstört hatten, bauten Franziskanermönche eine Kirche auf den Resten des kleinen aztekischen Tempels.

Im Oktober 1968 kam es zum zweiten tragische Ereignis, der blutigen Niederschlagung einer studentischen Protestbewegung. Durch die von Präsident Díaz angeordnete militärisch- polizeiliche Aktion starben Hunderte von Studenten, Frauen und Kindern in einem Blutbad. Der berühmte mexikanische Schriftsteller Octavio Paz legte nach diesem Massaker seine eingeschlagenen Laufbahn als Botschafter Mexikos nieder.

1985, am 19. September, begann in Mexiko die Erde zu beben und die 104 Hochhäuser in der Nähe der Plaza de las Tres Culturas wackelten. Einige stürzten ein. Rund 50.000 Menschen lebten hier. Viele Hunderte starben bei diesem Erdbeben in Mexico City, Zehntausende wurden obdachlos.

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