Angeblich führen in Amsterdam an die 600 Brücken über rund 165 Kanäle. Das Wasser bestimmt das Bild und das Leben dieser malerischen Stadt. In Halbkreisen legen sich die Grachten um die Altstadt, das Zentrum Amsterdams.

Als im 17. Jahrhunderts immer mehr Flüchtlinge und Einwanderer in die Stadt strömten, musste man die Stadt vergrößern. 1612 wurde der Zimmermann Hendrik Staets mit der Stadterweiterung beauftragt. Hinter der Singelgracht, die bis ins 16. Jahrhundert zusammen mit der Oude Schans die Stadtgrenze bildete, entstanden drei neue Kanäle von je 25 m Breite und 2,1 m Tiefe. Die bebaubaren Grundstücke waren 30 m breit und boten nach hinten ausreichend Platz für evtl. Anbauten. So entstanden westlich der Singel die Herengracht (nach den Handelsherren benannt), die Keizersgracht, und die Prinsengracht, an der das Anne Frank Haus steht.

Das riesige Bauprojekt schuf mehr Platz für die Bewohner und gleichzeitig Arbeitsplätze. 1680 war der Grachtenring vollendet und der Stadterweiterungsplan ausgeführt. Da die neu entstandenen Grundstücke relativ teuer waren, konnten sich nur die betuchteren Bürger Wohnhäuser an den neuen Grachten leisten.

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