Dieser belebte Platz im Mittelpunkt Madrids ist nach dem mittelalterlichen Stadttor, dem Sonnentor, das die Stadt in Richtung Osten öffnete, benannt. Im 16. Jahrhundert wurde die Puerta del Sol zusammen mit der Stadtmauer abgerissen. Der Name ist jedoch geblieben. Ursprünglich war die Puerta del Sol gar kein Platz, im eigentlichen Sinn, sondern eher eine Art Treffpunkt.

Nach diversen Umgestaltungen und Erweiterungen ist sie mittlerweile eine der wichtigsten Plazas der Hauptstadt geworden, an der viele Metro- und Buslinien zusammentreffen.

1931 wurde von der Puerta del Sol sogar die Zweite spanische Republik ausgerufen. Auch geographisch ist die Puerta del Sol von zentraler Bedeutung: Vor dem Casa de Correos ist der Kilometer Null in das Pflaster eingelassen, von dem aus alle Entfernungen im Straßennetz des Landes gemessen werden.

Das Casa de Correos, das Posthaus, in dem heute die Regierung der Comunidad de Madrid untergebracht ist, wurde im 18. Jahrhundert von dem französischen Architekten Maquet entworfen. Seit 1962 werden jedes Jahr zu Silvester die 12 Gongschläge der Turmuhr am Casa de Correos im Fernsehen übertragen, während alle Spanier versuchen, 12 Weintrauben möglichst gleichzeitig mit den Glockenschlägen zu verzehren.

Wahrzeichen der Puerta del Sol ist die 4 m hohe Bronzestatue des Bären und des Erdbeerbäumchens „Oso y el Madroño" von Antonio Navarro Santa Fe. Die Statue, die die Einigkeit von Klerus und Adel, als Baum und Bär dargestellt, zeigen soll, ist auch im Stadtwappen verewigt worden.

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