Calle Alcala, Paseo del Prado, Madrid

Einen Ort der Ruhe und Erholung vom Großstadtgetümmel bietet der Retiro Park. Viele Cafes, Terrassen, Straßenkünstler aller Art und die zahlreichen kulturellen Veranstaltungen locken Familien, junge Verliebte, Touristen und Kunstinteressierte in die weitläufige Parkanlage.

Unter Felipe IV. wurde der Buen Retiro Park angelegt, der im Laufe der Jahre ständig ausgebaut und erweitert wurde. 1633 ließ Felipe das Sommerschloss Buen Retiro in der Parkanlage errichten. Auch die folgenden Habsburger Könige wendeten hohe Beträge und Steuergelder auf, um die Erweiterung und Erhaltung dieser Oase der Ruhe zu finanzieren, während die Bevölkerung verarmte.

Unter den Bourbonenkönigen verfiel der Park zusehends. Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts, als die Parkanlage in das Eigentum der Stadt Madrid überging, richtete man den Buen Retiro Park wieder her. Heute kann man sich hier wieder zurückziehen, sich entspannen, sonnenbaden oder auch die Monumente und Bauten des Parks erkunden.

An erster Stelle lohnt dabei ein Besuch des Palacio de Cristal. Der an einem kleinen See gelegene Glaspalast befindet sich mitten im Park. 1887 wurde er für eine Blumenausstellung errichtet. Um deren Pracht zur Geltung zu bringen, sollte die Konstruktion lichtdurchflutet sein. Heute finden hier regelmäßig Kunstausstellungen statt.

Ein beliebter Treffpunkt im Park ist das Reiterdenkmal Königs Alfonso XII. Am Rande des Sees befindet sich ein imposanter halbrunder Säulengang, in dessen Mitte die 30 m hohe Reiterstatue des beliebten Königs aufgestellt ist. Im Sommer gibt es hier Musik, Theateraufführungen und andere kulturelle Veranstaltungen.

„Höllisch" interessant ist der Brunnen des Gefallenen Engels im wahrsten Sinne des Wortes: Die Fuente del Ángel Caído stellt Luzifer, den gefallenen Engel, mit acht ihn bewachenden Drachenköpfen dar. Es ist das wahrscheinlich weltweit einzige Denkmal, welches man dem Teufel errichtet hat.

Ebenfalls im Retiro Park befindet sich das Kulturzentrum Haus der Kuh, das Casa de Vacas: Wo früher Milch verkauft und getrunken wurde, finden heute Kunstausstellungen und Kulturprogramme statt.

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