Das Jüdische Viertel, auch Josefstadt genannt, liegt nördlich des Altstädter Rings und bietet leider nur noch wenige Gebäude im Jugendstil. Dafür hat man aber die Möglichkeit verschiedene Synagogen, wie die Klaus- Synagoge, die Maisel- Synagoge oder die Spanische Synagoge zu besichtigen oder dem Jüdisches Museum einen Besuch abzustatten.

Die jüdische Kultur hat in Prag eine lange Geschichte. Bereits im 9. Jahrhundert gab es hier eine jüdische Gemeinde. Nach dem 12. Jahrhundert wurde die jüdische Bevölkerung jedoch in ein Ghetto, das mit einer Mauer vom Rest der Stadt getrennt war, abgeschoben und hatte keinerlei Bürgerrechte. Nachdem Joseph II. 1848 ein Toleranzgesetz erlassen hatte, war die Ausgrenzung der Juden (vorläufig) beendet. Aus dem Ghetto entwickelte sich die Prager Josephstadt und die Bevölkerung vermischte sich. Die systematische Ausrottung während des Zweiten Weltkriegs überlebten allerdings nicht einmal 20 % der Prager Juden.

Ganz in der Nähe des Alten Jüdischen Friedhofs befindet sich in dem ehemaligen Gebetshaus der Pinkas- Synagoge die Gedenkstätte für die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus.

Der Alte Jüdische Friedhof beherbergt über 10.000 Grabsteine und zählt zu den Kulturdenkmälern der Stadt. Hier befindet sich auch das Grab des berühmten Rabbi Löw, dem bedeutendsten Denker und Rabbiner des europäischen Judentums, um den sich viele Mythen und Legenden ranken.

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