Kutna Hora

Ein weiteres Ausflugsziel in der Nähe von Prag ist die nur eine Stunde entfernte Kleinstadt Kutna Hora (dt. Kuttenberg). Im 14. Jahrhundert erlebte die Silberbergbaustadt ihre Blütezeit. Direkt in Kutna Hora wurde eine Silbermine entdeckt und das Edelmetall massiv gefördert. Der bekannte Prager Groschen, der Silbergroschen, wurde hier geprägt und jahrhundertelang genoss die Stadt ihren Wohlstand. Nach Prag war Kutna Hora die zweitgrößte Stadt Böhmens. Als die Silberminen erschöpft waren, verlor die Stadt an Bedeutung und geriet in Vergessenheit. Die Altstadt Kuta Horas ist von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen worden.

Neben dem Silberbergwerk und Bergbaumuseums gibt es in Kutna Hora noch weitere interessante Sehenswürdigkeiten zu entdecken: zum Beispiel die imposante gotische Kathedrale der Heiligen Barbera, die aus dem 14. bis 15. Jahrhundert stammt und für die heutige Kleinstadt viel zu groß scheint, oder die kleine, windschiefe Friedhofskirche Allerheiligen mit Beinhaus, in der Nähe des Zisterzienserklosters. In dieser von außen unscheinbaren Kirche besteht fast alles aus Knochen: der Wandschmuck, die Kandelaber, Familienwappen, eine Art Knochen-Glocke etc. Angeblich wurden die Knochen von ca. 40.000 Menschen zur Innenraumdekoration benutzt.

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